Hibi
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Die Idee dahinter

Dranbleiben scheitert selten an Faulheit.

Es scheitert meistens daran, wie Apps mit einem schlechten Tag umgehen. Hibi ist bewusst anders gebaut – nach ein paar einfachen Erkenntnissen aus der Verhaltensforschung.

Das eigentliche Problem

Die meisten Gewohnheits-Apps arbeiten mit Druck: eine Serie, die reißt, eine rote Null, eine Pflanze, die stirbt. Das funktioniert – bis zum ersten verpassten Tag. Dann passiert oft etwas, das Forschende den „Was-soll's"-Effekt nennen (engl. what-the-hell effect, beschrieben u. a. von Janet Polivy und Peter Herman): Ein einziger Ausrutscher fühlt sich an wie komplettes Scheitern – und man wirft gleich alles hin.

Dazu kommt die Verlustaversion: Etwas zu verlieren wiegt psychologisch schwerer, als etwas Gleichwertiges zu gewinnen. Eine 34-Tage-Serie auf null fallen zu sehen, schmerzt deshalb doppelt. Weitere Informationen: Verlustaversion

Das Bittere daran: Genau die Menschen, denen Beständigkeit ohnehin schwerfällt, werden von solchen Mechaniken am härtesten bestraft – und geben am schnellsten auf.

Für wen Hibi gemacht ist

Hibi ist für dich, wenn du dich in einem oder mehreren dieser Punkte wiederfindest:

  • Du hast schon viele Apps und Vorsätze probiert – und jedes Mal nach ein paar Tagen aufgegeben.
  • Planen, Zeitgefühl und Dranbleiben fallen dir schwer – etwa bei ADHS mit Zeitblindheit oder starkem Aufschieben (Prokrastination).
  • Du kennst Phasen mit wenig Energie oder Antrieb, in denen selbst kleine Dinge groß wirken.
  • Du neigst zu Alles-oder-nichts-Denken oder Perfektionismus – ein halber Erfolg fühlt sich an wie gar keiner.
  • Du gehst mit dir selbst härter ins Gericht, als du es je mit einer Freundin tun würdest.

Du brauchst keine Diagnose und kein Etikett. Hibi ist für alle, denen Dranbleiben schwerfällt – ganz gleich, warum.

Was Hibi anders macht – und die Forschung dahinter

Jede Design-Entscheidung in Hibi hat einen Grund. Hier die wichtigsten – einfach erklärt, mit Links zum Weiterlesen.

Klein anfangen

Verhalten entsteht am ehesten, wenn es leicht genug ist – das ist der Kern von B. J. Foggs „Tiny Habits". Eine winzige Version einer Gewohnheit ist besser als eine große, die man sich nicht zutraut.

In Hibi: Auch die Mini-Version zählt voll. Lieber eine Seite lesen als gar nicht – Hauptsache, die Kette bleibt.

Weitere Informationen: Tiny Habits (B. J. Fogg)

Fortschritt, der bleibt

Weil Verluste schwerer wiegen als Gewinne, wirkt eine zerstörbare Belohnung entmutigend. Dreht man das um, bleibt die Motivation erhalten.

In Hibi: Sprout wächst mit jedem aktiven Tag und schrumpft nie. Ein verpasster Tag nimmt dir nichts weg.

Weitere Informationen: Verlustaversion

Ein Aussetzer kostet nichts

Gegen den „Was-soll's"-Effekt hilft, den ersten Rückfall gar nicht erst als Scheitern zu werten. Das Prinzip „nie zweimal" hält die Gewohnheit lebendig.

In Hibi: Der Kulanztag überbrückt einen ausgelassenen Tag automatisch – ein Aussetzer bricht deine Serie nicht.

Weitere Informationen: Gewohnheiten & Rückfälle

Freundlich zurückfinden

Forschung zum Selbstmitgefühl (u. a. Kristin Neff) deutet darauf hin, dass ein freundlicher Umgang mit eigenen Rückschlägen die Motivation eher stärkt als harte Selbstkritik.

In Hibi: Nach einer Pause empfängt dich Hibi ohne Vorwürfe – mit einer einzigen winzigen Sache, kein Blick zurück.

Weitere Informationen: Selbstmitgefühl

Zur richtigen Zeit erinnert

„Wenn-dann-Pläne" (Umsetzungsabsichten, erforscht von Peter Gollwitzer) koppeln eine Handlung an einen konkreten Auslöser – das erhöht die Wahrscheinlichkeit, sie wirklich zu tun.

In Hibi: Sanfte Erinnerungen kommen zur passenden Zeit, im richtigen Ton – und lassen sich verschieben, ohne schlechtes Gewissen.

Weitere Informationen: Implementation Intentions

Geduld mit dem Tempo

Studien zur Gewohnheitsbildung (z. B. Lally u. a., 2010) legen nahe, dass es im Schnitt gut zwei Monate dauert, bis etwas zur Routine wird – mit Ausrutschern als normalem Teil des Weges.

In Hibi: Sprouts Wachstum ist ein Langzeitziel. Kein Quick-Fix, sondern kleine Schritte, die sich summieren.

Weitere Informationen: Gewohnheit

Hibi ist ein sanftes Alltagswerkzeug – kein medizinisches oder therapeutisches Produkt und kein Ersatz für professionelle Hilfe. Wenn dich Antriebslosigkeit, Erschöpfung oder Niedergeschlagenheit stark oder über längere Zeit belasten, wende dich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine psychotherapeutische Fachperson.

Klingt nach dir?

Dann probier es aus – gratis, ohne Werbung, ohne Druck. Ein kleiner Schritt reicht für den Anfang.